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    R e i s e b e r i c h t-S e i t e  6
 
 
 
M e n u e
 
 
 
   
 
   
Mittelmeerinsel Kreta - Wanderung von der Mitte in den Süden
 
 
 
  Kastros am Hafen.
 
 
 
 
  Am östlichen Ende von Mirtos Richtung Osten.
 
 
 
  In der Nacht zum Sonntag wurde die Uhr umgestellt. Ich starte zu meinem Ausflug bevor der Ort sich mit Leben füllt.
Landein ragt ein großer Felsen aus der Landschaft. Es soll einen Weg dorthinauf geben und ich versuche ihn zu finden. Ich gehe quer durch die Landschaft ohne Weg und stehe bald am Fuß des Felsen. Es ist jedoch alles so zu gewachsen, dass ich mich nicht weiter bemühe. Natürlich zieht es mich weiter hinauf. Ich suche Wege, die zu meinen Zielen passen. Nicht alles gelingt. Ich habe Freude an der Bewegung und finde auch gute Fotoobjekte, z.B. goldgelbe ausgeblühte Korbblütler vor strahlend blauem Himmel. Nach einiger Zeit vermisse ich allerdings doch ein gutes Kartenmaterial, um die Wanderung zu einem guten Ende zu bringen. Ich gelange auf eine Straße, die ich noch etwas landein gehe bis zu einer Kapelle. Von dort sah ich bereits Chondros. Mehrfach versuchte ich, den Rückweg außerhalb der Landstrasse zu gestalten. Ich geriet immer wieder in unwegsames Gelände und gab dann auf. Eine gute Karte fehlt dann sehr! Allmählich bekam ich Durst und Hunger und auch die Füße wurden lahm. Nach vier Stunden Weg gelangte ich zurück und kaufte beim ersten Laden etwas zu trinken. In der ersten Gaststätte nahe beim Quartier ließ ich mich zum Essen nieder und verbrachte einige Zeit damit. Während der anschließenden Ruhe plante ich meine weitere Reise. Dabei habe ich mich vom meinem ursprünglichen Vorhaben >Lassithiebene< verabschiedet. Ich werde auch des schönen Wassers und Badens wegen nach Mirtos gehen. Zum Abendbrot war ich mit meinen Zimmernachbarn bei Georgia, der Schwägerin der Vermieterin, zum Abendbrot eingeladen. Sie versorgt die Urlaubsquartiere und wohnt im Nachbarhaus. Es gab echt griechische Küche, sehr vielfältig und lecker und alles durcheinander. Am Abend wurde unter unserem Quartier gefeiert und ich konnte lange nicht einschlafen. Dabei war es für mich wichtig, früh auf zu stehen. Ich wollte morgens um 7:00 Uhr mit dem Schulbus nach Ano Viani fahren. In der Nacht träumte ich wirres Zeug.
 
 
  Kretas Blumen im Herbst.
 
 
 
  Trotz allem war ich Montag früh pünktlich an der Bushaltestelle im Hafen. Der Bus kam spät und doch war ich 8:15 Uhr schon in Ano Viani. Es herrschte schon jetzt in der Frühe ein tüchtiges Treiben dort im Zentrum an der Kirche. Ich setzte mich in eines der Kaffees und aß ein Croisson und trank einen Capuccino. Gern wäre ich noch mit dem Bus nach Mirtos gefahren. Doch es gibt von V. keinen dort hin und in die Richtung erst um 12:00 Uhr. Ich begann meinen Fußmarsch gegen 8:30 Uhr. Nach gut einer halben Stunde hielt eine Frau um die Fünfzig an und nahm mich mit, nach dem sie sich bekreuzigt hatte. Wir konnten uns nicht unterhalten, leider. Nach ca. sechs Kilometern hielt sie an und ich ging zu Fuß weiter. Es dauerte keine halbe Stunde, da hielt sie wieder an und nahm mich mit, ohne sich zu bekreuzigen. Sie nahm mich mit bis zum Abzweig nach Sikologes. Von hier wollte ich mein Ziel zu Fuß erreichen. Es ist wie immer heiß. Doch mit viel Elan gehe ich forsch voran. Ich biege von der Straße bei Gdochia ab, um den Weg zu verkürzen. In Gdochia mache ich eine kleine Pause, esse und trinke etwas und versuche mich von dort auf kürzestem Weg nach Mirtos durch zu schlagen. Es gibt so viele Wege! Mir fehlt wieder die >Karte drei von Kreta mit Fußpfaden<. Etwa 12:15 Uhr war ich am Ortseingang und bin dort gleich in der Gaststätte (Michaelis) eingekehrt. Ich brauchte Stärkung und Entspannung vor der Quartiersuche. Natürlich esse ich mein Lieblingsgericht Griechischen Salat. Beim Bezahlen bietet mir der Wirt eine Quartiervermittlung an. Den Preis setzte ich gleich mit 15 Euro fest. Ich wohne wieder direkt am Wasser und genieße das Rauschen des Meeres. Der Ort ist größer als die bisher besuchten Orte und deutlich auf Tourismus ausgerichtet. Nach der Mittagsruhe gehe ich an den Strand zum Baden. Es gibt zwei Duschen am Strand und am Ende der Promenade werden Liegen ausgeliehen. Der Strand ist sandig bis grobkiesig und wie häufig beim Reingehen steinig mit Stufe. Nach dem Bad mache ich einen Erkundungsbummel. Die Promenade bietet diverse Gaststätten, von denen eine durch besondere Steindekoration auffällt. Etwas außergewöhnlich sind die Batik- Postkarten, teilweise recht geschmackvoll. Am Nachmittag hat sich ein kühler heftiger Wind eingestellt. Zum letzten Gang des Tages nehme ich mir einen Pullover mit. Ich suche eine Gaststätte für mein Abendbrot. Die Auswahl scheint endlos. Ich bleibe stehen als ich ungewöhnlich gute Musik höre. Zum Ende der Geschäftsstraße, die in der zweiten Reihe vom Wasser kommend verläuft, sind um einen dicken Baum (eine Platane?) ein paar Tische und Stühle gruppiert. Die Gaststätte heißt >Platanos<. Der Gastraum drinnen ist klein und leer. Draußen ist buntes Treiben. Gegenüber befindet sich die im >Müller< erwähnte >Pandora Box<. Das Essen serviert ein gut aussehender Grieche, der bereits trotz seiner Jugend ein auffällig profiliertes Gesicht hat. Ich bat ein Foto zu machen. Leider ist es mir nicht so gelungen, da er plötzlich zu mir blickte und so kein Profilbild entstand. Das Essen ist hervorragend. Die Gaststätte hat viele Stammgäste. So auch die Besitzerin der >Pandora<, eine Deutsche. Sie trinkt ihren Wein , liest oder unterhält sich und wenn sich jemand für ihr Geschäft interessiert, geht sie hinüber.
 
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Letzte Aktualisierung: 19.05.04
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